Dr. Gebhard Breuss
Nahrungsmittel verwendet zur Prophylaxe und Therapie gab es schon im Altertum: "Lasst die Nahrung eure Medizin sein.", sagte schon Hippokrates. Heute prägt dieser Gedanke die praktischen Empfehlungen der Kneipp-Ärzte. Wesentlich ist, dass Ernährungstherapie auf den
Gesamtorganismus regulierend und stabilisierend einwirkt. Spezielle Organdiäten, wie z.B. Ulkus-Diäten, sind dann entbehrlich. Man vergaß bei der Erstellung früher üblicher Schonkost-Diäten, dass auch Erkrankungen des Magens, der Leber und des Darms den ganzen Organismus in Mitleidenschaft ziehen und somit Allgemeinerkrankungen sind. Die Ernährungstherapie muss dauerhaft praktikabel sein. Solch eine ideale Grunddiät dient mehr der Lebensordnung als der Krankenkost. Diese Nahrung bietet alles, was zur Erhaltung von Leistung, Lebensfreude und psychischem Wohlbefinden notwendig ist.
Für stoffwechselbedingte Erkrankungen sind Modifikationen erforderlich, jedoch nie so umfangreich, dass die Standardformeln für die Grunddiät umgestoßen werden müssten.
Diese sind: